Klettern ist eine in unserem Unterbewusstsein gespeicherte Bewegungsart, da wir ihre Abläufe bereits im frühen Kindesalter lernen. Doch im weiteren Verlauf unseres Lebens findet diese reizvolle Bewegungsart bei vielen Menschen im Alltag keine Anwendung mehr. Therapeutisches Klettern verbessert einerseits die Bewegungsqualität durch Steigerung von Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination. Andererseits besticht diese Sportart durch ein fokussiertes, intensives Erleben, die Förderung der Eigenwahrnehmung, des (Selbst-) Vertrauens sowie des eigenen Umgangs mit Herausforderungen.
Funktionelles Training draußen im therapeutischen Rahmen schult nicht nur konditionelle und koordinative Fähigkeiten, sondern zielt darauf ab krankheitsbedingte Einschränkungen abzubauen, um wieder alltäglichen Hürden gewachsen zu sein. Das Außensein während des Trainings stärkt das Immunsystem. Eine gesteigerte Vitamin D-Aufnahme sowie eine Verbesserung der Entspannungsfähigkeit und Stressresistenz fördern effektiv die eigene Resilienz.
Segeln alleine kann tief gehende therapeutische Wirkungen haben. Die Fortbewegung eines Segelboots auf dem Wasser entschleunigt nicht nur Körper und Geist, sondern ermöglicht den Blick auf die Realität mit dem manchmal nötigen Abstand. Auf einem Segeltörn lernt man nicht nur das Leben an Bord kennen, sondern vor allem sich selbst. Da man die Zeit an Bord größtenteils an Deck verbringt, ist dieser Törn ein besonders intensives Erlebnis des Außenseins.
