Segeln alleine kann tief gehende therapeutische Wirkungen haben. Die Fortbewegung eines Segelboots auf dem Wasser entschleunigt nicht nur Körper und Geist, sondern ermöglicht den Blick auf die Realität mit dem manchmal nötigen Abstand und schärft die Sinne. Ein solcher Törn ermöglicht nicht nur spezifische Bewgungsangebote (SUP, Yoga, Schwimmen) an Bord sondern auch einen intensiven Austausch über die eigene Krankheit und damit das vielleicht effektivste Coping. Außerdem können therapeutische Einheiten, die aktuelle krankheitsbedingte Einschränkungen vor Ort thematisieren und therapieren in den Bordalltag eingebaut werden.
Vor dem ersten Ablegen findet immer eine ausführliche Boots- und Sicherheitseinweisung statt, damit sich auch Segelneulinge ohne Vorkenntnisse möglichst schnell an Bord wohlfühlen. Ein Tag an Bord beginnt mit einem Bordfrühstück und einer Besprechung der Törnplanung für den bevorstehenden Tag. Nach dem Ablegen wird je nach Windverhältnissen Segel gesetzt. Alle Teilnehmer haben während der Woche die Chance jede Menge seglerisches Handwerk zulernen. Von Knotenkunde über Navigation bis hin zum Wetter kann alles auf dem Programm stehen. Ein Ankerstopp gegen Mittag lässt sich super nutzen, um vor dem Mittagessen noch eine Runde zu schwimmen. Am Tagesziel angekommen wird der neue Ort erkundet und die Unterwasserwelt ums Boot bestaunt werden. Wer Gleichgewicht und Koordination trainieren möchte hat auf einem Stand Up Paddle-Board in geschützter Bucht Gelegenheit dazu. Abendessen gibt es entweder in einem Restaurant vor Ort oder nach gemeinsamen Kochen an Bord.
Auf einem Segeltörn lernt man nicht nur das Leben an Bord und die anderen Teilnehmer kennen, sondern vor allem sich selbst, in einer für viele Menschen sehr besonderen Situation. Da man die Zeit an Bord größtenteils an Deck verbringt, ist ein Segeltörn ein besonders intensives Erlebnis des Außenseins.
Alle Segeltörns werden an die Vorraussetzungen der Törnteilnehmer, ihre Krankheitsbilder und die bestehenden Einschränkungen angepasst.
